Sitzungsprotokoll der Jahrestagung 2012

29. November 2012

Anwesende

  • Breier
  • Brunner
  • Inzinger
  • Korn
  • Legat
  • Müllegger
  • Ponholzer
  • Ratzinger
  • Salmhofer
  • Sator
  • Selhofer
  • Tanew
  • Weger
  • Wolf

Tagesordnung

  1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
    Diese wird festgestellt und die Sitzung eröffnet.
  2. Bericht des Vorsitzenden
    1. Tanew berichtet über eine Kooperation, welche mit dem Universimed Verlag – Jatros Dermatologie (Geschäftsführer Dr Chlap, Chefredakteurin Dr Reichel) eingegangen wurde. Der Universimed Verlag wird die Gestaltung und Pflege der Homepage der AG inklusive des Entwurfes eines Logos für die AG übernehmen und erhält dafür im Gegenzug eine bevorzugte Stellung bei der Berichterstattung über den Einsatz von Biologika in der Dermatologie. Es soll nach Möglichkeit auch ein Biologika- oder psoriasisbezogener Beitrag pro Quartal von Mitgliedern der AG in Jatros publiziert werden (4. Quartal 2012: Radakovic: Therapie der Psoriasis im Kindesalter; 1. Quartal 2013: Tanew: Psoriasistherapie mit Biologika: Was tun bei Wirkungsverlust?).
    2. Die Homepage der AG soll in den nächsten Monaten ausgearbeitet und freigeschaltet werden. Es gibt eine Reihe von Inhalten, die dort abrufbar sein werden, wie z.B. das (noch nicht existierende) Mission Statement und die Statuten der AG, die Mitgliederliste, die Rundschreiben der AG, Veranstaltungsankündigungen, einheitliche Patienteninformationsblätter zum downloaden, gehaltene Vorträge, publizierte Artikel, links etc.
    3. Die AG wird am 16. März 2013 in Wien eine Fortbildungsveranstaltung durchführen, die niedergelassene Fachärzte motivieren und befähigen soll, Biologikapatienten in der Ordination zu betreuen. Die Organisation der Veranstaltung mit dem Titel: Biologika für niedergelassene Fachärzte: Theorie und Praxis der Biologikatherapie erfolgt gemeinsam mit dem Universimed Verlag. Eine erste Vorankündigung dieses eintägigen Symposiums erfolgte auf der vorletzten Seite der letzten Jatros Ausgabe (4/12). Weitere Aussendungen mit dem kompletten Programm folgen in den nächsten Wochen.
    4. Der von der Firma Pfizer gestiftete Bioderm-Preis 2012 (3 Forschungs-förderungsbeiträge von jeweils 15 000.- Euro) wurde am 19. April 2012 durch die Wiener Medizinische Akademie per email allen Mitgliedern der ÖGDV bekanntgegeben. Es wurden insgesamt 5 Projekte eingereicht, von denen durch die AG Vorstandsmitglieder folgende 3 Projekte für den Preis ausgewählt wurden:
      Dr Patrick Brunner, Abteilung für Immundermatologie und Infektiöse Hautkrankheiten, Medizinische Universität Wien
      Flares unter TNFalpha Blockade'. Charakterisierung psoriasiformer und ekzemartiger Nebenwirkungen einer Therapie mit TNF alpha Blockern.
      Dr Kamil Önder, Abteilung für Dermatologie, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg
      Comparative chemigenomic profiling of Enbrel®, Stelara® and Infliximab® on cultured human keratinocytes.
      ao. Univ.-Prof. Dr. Adrian Tanew, Abteilung für Allgemeine Dermatologie, Medizinische Universität Wien Korrelation zwischen objektiven und subjektiven Messparametern des therapeutischen Ansprechens bei Psoriasis Patienten unter Lichttherapie oder traditionellen und biologischen Systemtherapien.
  3. Bericht des Kassiers
    Da Frau Dr. Wippel-Slupetzky gerade zum zweiten Mal stolze Mutter geworden ist, wurde der Kassabericht stellvertretend von Tanew vorgelegt: Der Kontostand der Arbeitsgruppe per 29.11.2012 beläuft sich auf 16 445,70 Euro. Es gab im Jahr 2012 keine wesentlichen Kontobewegungen außer einer Zahlung von € 1800,- für Leistungen, die im Zusammenhang mit dem Grazer Psoriasis Register erbracht worden sind.
  4. Psoriasis Register Graz
    Martin Inzinger gab einen aktuellen Überblick über den Stand des Grazer Psoriasis Registers, in das mittlerweile die Daten der Psoriasispatienten der meisten dermatologischen Abteilungen Österreichs eingegeben worden sind. Tanew fragte dazu an, nach welchen Kriterien bzw. durch welche Entscheidungsinstanz die Verwendung der Daten für Studienzwecke oder Grantapplikationen reguliert werde. Peter Wolf gab zur Auskunft, dass man ein Gremium schaffen wolle, welches über den Zugriff auf die gesamte Datenbank und deren wissenschaftliche Verwendung für Forschungszwecke entscheiden soll.
  5. Einheitliche Patienteninformationsblätter
    Es wurde – wie bereits beim vorjährigen Treffen andiskutiert - beschlossen, dass die AG Biologika einheitliche Patienteninformationsblätter und Leitlinien zum Screening und –monitoring von Biologikapatienten (wie sie z.B. auch auf der Website der deutschen Gesellschaft für Rheumatologie http://dgrh.de/tetnfblocker.html zu finden sind) verfasst und diese zum Herunterladen auf die Homepage stellt. Wolfgang Salmhofer und Wolfgang Weger haben sich erboten, diese Dokumente zu erstellen, die dann im nächsten Schritt von Brunner, Müllegger und Tanew korrekturgelesen werden. Eine weitere Revision soll danach durch alle Mitglieder der AG und eine letzte durch die Leiter der dermatologischen Abteilungen erfolgen. Es wird ersucht, dass diejenigen, welche bereits derartige Dokumente an ihrer Abteilung verwenden, diese bis Ende Jänner 2013 Salmhofer oder Weger zur Verfügung stellen, um der Methode des Eklektizismus eine faire Chance zu geben.
  6. AG Biologika: Quo vadis?
    Zum Abschluß der Sitzung gab es eine längere und angeregte Diskussion über die weitere Entwicklung und das (noch nicht existierende) Mission Statement der AG Biologika.

Die Präambel dazu: unsere Arbeitsgemeinschaft ist seit ihrer Gründung vor 5 Jahren de facto eine relativ kleine und geschlossene Gruppe von Psoriasisexperten, deren Biologika Erfahrung sich in erster Linie auf die derzeit verfügbaren Antikörper zur Psoriasistherapie erstreckt. Nun hat sich aber die Situation in den letzten Jahren verändert: die herkömmlichen Psoriasis Biologika sind in der Zwischenzeit etabliert und eine zunehmende Zahl neuer Biologika für nicht-psoriatische Indikationen drängen auf den Markt. Die bisher nach außen hin eher bescheidenen Aktivitäten unserer AG tragen dieser Entwicklung keine Rechnung.

Die erste Frage, welche es in der Diskussion zu klären galt, war, für welche Biologika unsere AG sich überhaupt zuständig erklärt. Es entstand Einigung darüber, dass sich unser Focus nur auf jene Biologika richten soll, die bei immunologisch-mediierten, nicht aber onkologischen Hautkrankheiten eingesetzt werden. In welcher Form und Weise wir allerdings in Zukunft auch Biologika für nicht-psoriatische Indikationen (wie z.B. Omalimumab, Rituximab, Belimumab, Canakinumab,…) in den Tätigkeitsbereich unserer AG eingliedern sollen, blieb bei diesem Jahrestreffen unserer AG offen.

Mit besten Grüßen,
Adrian Tanew

Wien, 17. 1. 2013

JATROS Dermatologie & Plastische Chirurgie 2/2020
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